Italien 2019
In den
letzten 2 Monaten ist so viel passiert, dass ich grade nicht weiß,
wo mir der Kopf steht. Ich werde versuchen all das in den kommenden
Einträgen hier zu verfassen. Nach meinem letzten Eintrag verlief
alles ruhig den Sommer über. Der 6. September war als Datum meiner
Abreise in den Urlaub geplant und ich konnte den Termin einhalten.
Ein Tag
vor der Abreise musste ich feststellen, dass meine Taschen und Koffer
nicht ausreichend Platz hatten, für das, was ich mitnehmen wollte
und musste mir kurzerhand noch eine 30l Tasche besorgen, die, was ein
Glück, im nahegelegenen Polo-Store noch verfügbar war (eine, um
genau zu sein). Am Tag der Abreise wiederum bemekte ich, dass das
Befestigen der Taschen an der Maschine nicht ganz so trivial ist wie
ich mir das vorgestellt habe. Ich musste etwas improvisieren. Im
Laufe des Urlaubs bekommt man dann so langsam den Dreh raus, wie man
die Taschen am besten befestigt. Ich denke, der Tankrucksack ist
nicht wirklich geeignet für die Maschine, hat aber letztlich doch am
besten gehalten. Ein Seitenkoffer wurde dann komplett vom Essen und
Kochzeug, inklusive Geschirr, okkupiert. Der andere Seitenkoffer nahm
das Werkzeug in Anspruch. Das heißt alle Klamotten, Zelt und der
ganze Rest musste in den zwei Taschen verstaut werden. Auch wenn es
heißt, man müsse die Hälfte der Sachen, die man eingepackt hat,
rausschmeißen und dann hat man immer noch zu viel, meine ich schon,
mich auf das notwendigste beschränkt zu haben. Aber ich konnte
währen der Reise durchaus noch Dinge finden, die man zurücklassen
könnte.
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| Zu viel Gepäck?...nö. |
Während der ersten paar Kilometer muss man sich an den höheren Schwerpunkt gewöhnen, dann geht es aber und man denkt auch nicht mehr dran.
Nach 2
Wochen Reise muss ich sagen, dass es ganz schön anstrengend ist im
Sattel zu sitzen, das heißt, der Hintern tut einem immer schneller
sehr weh. Ich habe mir jetzt ein Schaffell besorgt und werde auf der
nächsten Reise sehen, ob das was bringt. Ansonsten muss ich mir was
überlegen.
Italien:
Ich bin nicht so der riesen Fan von dem Land. Die Bundesstraßen
(Autobahnen sowieso) sind stinklangweilig zu fahren. Die schönsten
Regionen (insbesondere zum Motorradfahren) sind die Natureservate, wo
man auch häufig einen Wildcampingplatz findet, was in Italien ja
eigentlich verboten ist. Aber wo kein Richter, da kein Henker. Und
die Polizei dort unten scheint mir generell sehr entspannt zu sein.
Mein persönlicher Lieblingsort ist Barga in der Toskana. Dort wäre
ich gerne länger geblieben.
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| Wildcampen in Italien? Kein Problem, wenn man den richtigen Ort findet. |
Generell
ist Italien ein Land, in dem man sehr gut mit dem Motorrad fährt,
was den allgemeinen Verkehr anlangt. Es scheint eine inoffizielle,
unsichtbare dritte Spur auf den Straßen zu geben, die sich ca. 1
Meter links und rechts des Mittelstreifens befindet und für
Motorrad-/Rollerfahrer reserviert zu sein scheint. Anders würde man
aber auch, gerade in den Städten, nicht voran kommen. Die Italiener
fahren angenehm aggressiv und jeder ist damit einverstanden. Im
Gegensatz zu Deutschland, wo sie gerne aggressiver fahren würden
aber zu höflich sind das zu tun. Auch die Hupe wird hier weniger
betätigt als in Italien. Ich denke, dass sich so weniger Frust
aufbaut im Straßenverkehr...
| Barga, Toskana. |
Abgesehen
davon, dass ein Großteil der italienischen Straßen eigentlich schon
als Off-Road bezeichnet werden müssten, auf Grund des Zustandes,
habe ich meine ersten 300 Meter Off-Road Erfahrung sammeln können.
Und ich war angenehm überrascht wie gutmütig die GS vollbeladen
über Stock und Stein brettert. Aber ein Intensivtest steht ja eh
noch an.
Camping
ist so ne Sache mit der ich noch nicht weiß, was ich davon halten
soll. So lange das Wetter gut ist, kein Problem, aber wenn man
gezwungen ist, das Zelt im Regen auf- und/oder abzubauen wird es halt
eklig, da dann die ganze Tasche am siffen ist.


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